Ilustration by Erik Berndt

Vivir Bien — Resources for a solidarity economy

at.indymedia.org Reboot 3.0

start_date 11.3.2011
end_date 13.3.2011
description Seit mehr als vier Monaten ist auf at.indymedia.org nur der Kalender
nutzbar, eine der wichtigsten Publikations- und Informationsplattformen
für Politik von unten ist in der Krise.

Vom 11.-13. März ist nun Reboot 3.0 - Treffen, bei dem über die Zukunft
von Indymedia Österreich diskutiert und vermutlich auch entschieden wird.
Sicher ist nichts, außer dass bei mangelnder Beteiligung die Gefahr
besteht, dass die Seite nie wieder in vollem Umfang online geht. Im
Idealfall ist es ein neuer Anfang, und das Resultat ein neues Kollektiv
und eine Plattform, die besser und dynamischer läuft als zuvor.

Wie sich vielleicht schon herumgesprochen hat, mangelte es in der Zeit vor
dem Abschalten der Open Posting Funktion an Leuten für die Moderation. Das
klingt vielleicht nach mehr Arbeit als es ist, letztlich müssen eben
Beiträge versteckt werden, die den Guidelines nicht entsprechen, und hin
und wieder ein nicht-anonymisiertes Photo nachträglich anonymsiert werden.
Der Anspruch ist, für die Zukunft mindestens zwei Leute pro Wochentag für
die Moderation zu finden.

Darüber hinaus wäre es schön, wenn at.indymedia.org wieder mehr sein
könnte als eine Website mit Open Posting Funktion. So gab es in der
Vergangenheit etwa Mediencenter während größerer Proteste und Aktionen und
hin und wieder Workshops zu eigener Medienproduktion. Für die Organisation
von solchen Dingen fehlen momentan aber auch die Leute.

Nun könnte mensch ja sagen, es braucht indymedia nicht wirklich. Aber
selbst dann wäre die Frage offen, welche Alternative es zu entwickeln
gäbe. Weder twitter, noch facebook, noch bei jeder Aktion ein neuer Blog
können die Stärken von Indymedia ersetzen. Auf dem Reboot Treffen kann
also auch durchaus die Frage im Raum stehen: Wenn nicht Indymedia, was
dann?

Hoffentlich aber finden sich genug Menschen, die in Zukunft dieses Projekt
wieder aufleben lassen, und vielleicht auch erneuern. So sind bei den
diversen Info-Veranstaltungen der letzten Wochen z.B. viele Funktionen
diskutiert worden, die Indymedia in Zukunft einbinden könnte. Auch dafür
braucht es aber neue Menschen mit Energie und Motivation.

Um mitzumachen, oder auch nur am kommenden Wochenende mitzudiskutieren ist
weder technisches Wissen noch Erfahrung beim Schreiben von Artikeln
vorausgesetzt, sondern nur ein Interesse an unabhängiger Medienproduktion
und der Aufhebung der Trennung von Konsument_in und Produzent_in.

Don't hate the media, be the media!
location lonlat:16.334979629519,48.237258066953
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